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	<title>Daniel Leupi</title>
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	<description>Webseite und Blog</description>
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		<title>Begrüssungsrede zum Mostfest auf dem Quartierbauernhof Weinegg</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 13:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mostfesterinnen und -fester Ich möchte Sie auf eine kleine Zeitreise entführen: Wir befinden uns im Jahre 2030 nach Christus. Ganz Zürich ist von Wohnüberbauungen zubetoniert&#8230; Ganz Zürich? Nein! Ein kleiner Flecken am Burghölzlihügel wehrt sich erfolgreich gegen die Bauwut und gegen das mächtige Heer der Investorömern, die immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mostfesterinnen und -fester</p>
<p>Ich möchte Sie auf eine kleine Zeitreise entführen: Wir befinden uns im Jahre 2030 nach Christus. Ganz Zürich ist von Wohnüberbauungen zubetoniert&#8230;</p>
<p>Ganz Zürich?</p>
<p>Nein! Ein kleiner Flecken am Burghölzlihügel wehrt sich erfolgreich gegen die Bauwut und gegen das mächtige Heer der Investorömern, die immer wieder versuchen, auch dieses kleine Fleckchen zu vereinnahmen &#8211; und dabei jedes Mal am erfolgreichen Widerstand der mutigen, klugen und witzigen Nutzerinnen und Nutzer des Quartierbauernhofs Weineggum scheitern.</p>
<p>Ihre Durchsetzungskraft gewinnen die Weineggumer aus einem schmackhaften Zaubertrank von ziemlich trüber Farbe. Für dessen Zutaten schneiden die Weineggummerinnen und Weineggummer keine Misteln von den Bäumen, sondern sie sammeln jeden Herbst saftige, rot-grüne Früchte von ihren altehrwürdigen Hochstammbäumen.</p>
<p>Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich die Weineggummerinnen und Weineggumer von ihren Verwandten in der Bretagne:</p>
<ul>
<li>Der Weineggumer-Zaubertrank wird nicht nur einer exklusiven Gruppe von Einheimischen vor der Schlacht gegen die Investorömern abgegeben, sondern auch den Einheimischen im angrenzenden Hirslandum verkauft.</li>
<li>Der Häuptling des Trägervereins Peter Majestelschow wird nicht auf dem Schild über den Hof getragen und so schlägt er sich denn auch selten den Kopf an. Ob er allerdings  Angst davor hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fallen könnte, ist nicht bekannt.</li>
<li>Wildschweine werden in Weineggum nicht in den umliegenden Wäldern gejagt, sondern von der Wollschweingruppe gemästet und gepflegt. Ihrem Schicksal entgehen sie aber trotzdem nicht!</li>
<li>Und da das Meer weit entfernt ist, gibt es auch keinen Stand von Verleihnix mit zweifelhaften Fischen und deshalb auch keine Dorfschlachten&#8230;</li>
</ul>
<p>In einem sind sich Gallier und Weineggumer aber einig: Jede gewonnene Schlacht bzw. jedes Jahr muss mit einem Mostfest im Herbst gebührend gefeiert werden. Der heute aufspielenden Musikband «Be Sharp» bleibt das Schicksal von Troubadix aber sicher erspart…</p>
<p>Heute ist wieder so ein Tag, und ich bin zuversichtlich, dass dieses Fest auch lange nach 2030 jährlich gefeiert wird.</p>
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		<title>19. August 2010 &#124; What else?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 10:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute findet die Bilanz-Medienorientierung statt. Eine Bilanz nach 95 Tagen, die ich in Form eines Tagebuches vorgetragen habe. Ich habe einige Themen angeschnitten, aber längst nicht alle. Was werden die Medienvertreter/innen wissen wollen? Zum Beispiel zum Taxigewerbe zum Pier 7 oder zur Wiedereinführung der Polizeistunde? Ich bin gespannt! Bevor Sie losschiessen, möchte ich aber noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute findet die Bilanz-Medienorientierung statt. Eine Bilanz nach 95 Tagen, die ich in Form eines Tagebuches vorgetragen habe. Ich habe einige Themen angeschnitten, aber längst nicht alle. Was werden die Medienvertreter/innen wissen wollen? Zum Beispiel</p>
<ul>
<li> zum Taxigewerbe</li>
<li>zum Pier 7 oder</li>
<li>zur Wiedereinführung der Polizeistunde?</li>
</ul>
<p>Ich bin gespannt! Bevor Sie losschiessen, möchte ich aber noch drei Dankesbekundungen aussprechen:</p>
<ul>
<li> allen Mitarbeitenden des Polizeidepartements, die ihre Arbeit täglich nach bestem Wissen und Gewissen erledigen. unabhängig davon, ob der Vorsteher nun grüner, roter oder blauer Couleur ist,</li>
<li> meinem Stab, der in keiner Geschichte namentlich erwähnt wird, aber hinter jeder Geschichte steckt, und</li>
<li> Ihnen, dass Sie mir drei Monate gewährt haben, ohne täglich nach Statements zu fragen. Als Neuling im Amt ist man auf diese Schonzeit bitter angewiesen.</li>
</ul>
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		<title>2. August 2010 &#124; FLAMA</title>
		<link>http://www.danielleupi.ch/2010/08/2-august-2010-flama/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 08:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während ich mit meiner Familie in die Ferien bin, setzt die Dienstabteilung Verkehr einen Meilenstein der Zürcher Verkehrs­politik um. Die Transitachse durch Wiedikon wird aufgehoben, die Weststrasse zur Quartierstrasse umgewandelt. Ein historischer Moment: Ich wäre gerne dabei gewesen. Bei der Lektüre der Zeitungsmeldung wenden sich meine Gedanken meinen Wohnquartier Wollishofen zu. Es hat mich viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich mit meiner Familie in die Ferien bin, setzt die Dienstabteilung Verkehr einen Meilenstein der Zürcher Verkehrs­politik um. Die Transitachse durch Wiedikon wird aufgehoben, die Weststrasse zur Quartierstrasse umgewandelt. Ein historischer Moment: Ich wäre gerne dabei gewesen. Bei der Lektüre der Zeitungsmeldung wenden sich meine Gedanken meinen Wohnquartier Wollishofen zu. Es hat mich viel Zeit gekostet, war aber ein tolles Ergebnis, dass sich alle Parteien und Organisationen auf ein Verkehrsregime einigen konnten. Nun warten wir alle auf den Spatenstich&#8230;</p>
<p>– –</p>
<p>Die Verkehrsumstellung hat dank minutiöser Vorarbeiten der Fachleute von DAV und Tiefbauamt reibungslos geklappt. Die Flankierenden Massnahmen FLAMA stellen sicher, dass die Westumfahrung ihre Funktion auch wirklich erfüllt und die Wohnquartiere vom motorisierten Verkehr entlastet werden. Diese verkehrspolitische Zielsetzung hat die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich immer wieder bestätigt. Mit der Zustimmung zur 2000-Watt-Gesellschaft hat sie den Auftrag erteilt, weitere Schritte zu gehen</p>
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		<title>17. Juli 2010 &#124; Keine dritte Halbzeit</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 15:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich besuche mit meinem Sohn das Saisoneröffnungsspiel GCZ-Xamax. Für ihn ist es der erste Match überhaupt, für mich das erste Spiel nach der Euro 08. Joel ist nicht wirklich ein grosser Fussballfan, aber neugierig, mal einen Match zu erleben. Er ist beeindruckt vom lautstarken Fansektor. Ich vom Lästern der Fans über das Stadion. Das Spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich besuche mit meinem Sohn das Saisoneröffnungsspiel GCZ-Xamax. Für ihn ist es der erste Match überhaupt, für mich das erste Spiel nach der Euro 08. Joel ist nicht wirklich ein grosser Fussballfan, aber neugierig, mal einen Match zu erleben. Er ist beeindruckt vom lautstarken Fansektor. Ich vom Lästern der Fans über das Stadion. Das Spiel ist langweilig, spät fällt das 1:0, kurz danach der Ausgleich. Das Vater-Sohn-Erlebnis aber gelingt: Wir bleiben im Familiensektor unter uns. Kein Mensch spricht mich an. Vor allem aber: Nach dem Spiel keine Gewalt im und um das Stadion.</p>
<p>– –</p>
<p>So sollte das immer sein: für die friedlichen Fans, für die Clubs und für die Polizei, die wegen den Hooligans und Ultras an den Risikospielen viel zu viele Kräfte einsetzen muss. Schon beim Derby eine Woche später müssen wieder viele Dutzend Polizist/innen im Einsatz sein.</p>
<p>Ziel aller muss es aber weiterhin bleiben, dass die Gewalt vor, während und nach den Spielen abnimmt und der Einsatz der Sicherheitskräfte reduziert werden kann. Der Gesprächsfaden zwischen den Clubs und der Stadt ist wegen den Differenzen bei der Verrechnung der Polizeieinsätze nicht gerissen: Stadtrat Lauber und ich haben den Wunsch der Vereine aufgenommen und gruppieren die Gremien für die Zusammenarbeit neu.</p>
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		<title>15. Juli 2010 &#124; 3 x Schmunzeln &#8211; schon vor Beginn der Komödie</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 09:56:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit meiner Frau besuche ich die Premiere des diesjährigen Openair Cinemas. In den Vorjahren habe ich mich jedes Mal genervt, dass beim Eingang dieser Veranstaltung keine Velo­abstellplätze vorhanden sind – im Gegensatz zum Theaterspektakel. Als die Ver­anstalter im Herbst 2009 in einem PR-Schreiben gar auf ihre tolle Ökobilanz hinweisen, beschliesse ich zu handeln. Ein geplanter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit meiner Frau besuche ich die Premiere des diesjährigen Openair Cinemas. In den Vorjahren habe ich mich jedes Mal genervt, dass beim Eingang dieser Veranstaltung keine Velo­abstellplätze vorhanden sind – im Gegensatz zum Theaterspektakel. Als die Ver­anstalter im Herbst 2009 in einem PR-Schreiben gar auf ihre tolle Ökobilanz hinweisen, beschliesse ich zu handeln. Ein geplanter Brief wird Opfer des wahlkampfbedingten Zeit­mangels. Doch kurz nach Amtsantritt liegt das Veranstaltungsgesuch auf meinem Tisch. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen! «Installation von 200 Veloabstellplätzen» schreibe ich als Auflage in die Bewilligung. Ich frage mich, ob die wohl auch wirklich gebraucht werden? Und wie: Als wir am Zürichhorn eintreffen, ist die Anlage komplett gefüllt. Ich kann mir ein zweites Schmunzeln nicht verkneifen. Zu Beginn der Aufführung flimmert ein cooler Werbespot des Tiefbauamtes fürs Velofahren über die Leinwand. Das ist bei diesem Publikum wohl ein bisschen Wasser-in-die-Limmat getragen, aber er löst ein drittes Schmunzeln aus. Und der Film – Le Petit Nicolas – ist dann höchst amüsant.</p>
<p>– –</p>
<p>In der Politik muss man oft dicke Bretter bohren. Nicht immer stellt sich der Erfolg so schnell und augenscheinlich ein wie mit den Veloabstellplätzen beim Openair-Kino. Obwohl, auch in Sachen mobile Veloabstellplätze geht die Geschichte zurück bis zu meinem Mandat an der Expo.01… Aber lassen wir das. Ausdauer schadet auf jeden Fall in der Politik nie.</p>
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		<title>11. Juli 2010 &#124; Political Soccer Turnier</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 14:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Offene Jugendarbeit OJA lädt zum zweiten Mal zum Political Soccer Turnier beim GZ Wollishofen ein. Jugendliche aus dem Quartier gegen Gemeinderät/innen, diesmal ergänzt mit einem Stadtrat. Wir haben keine Chance. Auch mit gutem Stellungsspiel können wir die technischen und konditionellen Mängel nicht annähernd wettmachen. Ein 2:3 ist das beste Ergebnis, meistens heisst es 0:8 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Offene Jugendarbeit OJA lädt zum zweiten Mal zum Political Soccer Turnier beim GZ Wollishofen ein. Jugendliche aus dem Quartier gegen Gemeinderät/innen, diesmal ergänzt mit einem Stadtrat. Wir haben keine Chance. Auch mit gutem Stellungsspiel können wir die technischen und konditionellen Mängel nicht annähernd wettmachen. Ein 2:3 ist das beste Ergebnis, meistens heisst es 0:8 oder so. Doch es macht beiden Seiten Spass.</p>
<p>– –</p>
<p>Es ist keine besonders atemberaubende politische Botschaft, aber einfach dass es mal wieder gesagt ist: Jugendliche sind grundsätzlich toll und nicht grundsätzlich schwierig. Sie brauchen genügend Freiräume und nicht eine Wand von Vorurteilen. Man muss Regeln setzen und durchsetzen, aber auch mal Vertrauen haben und Verantwortung übergeben.</p>
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		<title>6. Juli 2010 &#124; Was – bitte schön – heisst: BW-PBW-MAPO?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Kopf ist voll, voller als voll. Eben habe ich den letzten meiner Antrittsbesuche in den Dienstabteilungen absolviert. Besuche bei den Mitarbeitenden im praktischen Einsatz werden folgen. Konzepte, Strategien, Organigramme – locker. RO-VP-ABSCHL, SL-ZVO-AVK, ZD-LI-TD – mit links. ELZ, TLF, EA – easy. WOPLA, GLPD, WOSI – geschenkt. Die Einführungstage sind meine anstrengendsten Tage im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Kopf ist voll, voller als voll. Eben habe ich den letzten meiner Antrittsbesuche in den Dienstabteilungen absolviert. Besuche bei den Mitarbeitenden im praktischen Einsatz werden folgen. Konzepte, Strategien, Organigramme – locker. RO-VP-ABSCHL, SL-ZVO-AVK, ZD-LI-TD – mit links. ELZ, TLF, EA – easy. WOPLA, GLPD, WOSI – geschenkt. Die Einführungstage sind meine anstrengendsten Tage im neuen Amt. One-Way-Kommunikation in geballter Ladung. Ich stelle Fragen, doch ist klar: Das überblickt keiner in wenigen Wochen.</p>
<p>– –</p>
<p>Die Vielfalt der Tätigkeiten im Polizeidepartement hat mich angezogen, keine Frage. Aber dass es so vielfältig ist? Jeden Tag lerne ich Neues kennen. Da und dort erkenne ich Handlungsbedarf, aber mehr politischer als organisatorischer Art, denn das Departement ist sehr gut organisiert.</p>
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		<title>2. Juli 2010 &#124; Mixed Emotions</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 21:52:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Büro aus höre ich am Nachmittag das Dröhnen der Patrouille Suisse zur Eröffnung des ZüriFest. Dieser Einsatz – und die Zahl der Flugeinlagen – haben im Vorfeld einiges zu reden gegeben. Ich kann nicht handeln: Das wurde alles vor meiner Zeit entschieden. Das Fest selber wird für mich zu einem Parcours-Lauf. Am späteren Nachmittag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Büro aus höre ich am Nachmittag das Dröhnen der Patrouille Suisse zur Eröffnung des ZüriFest. Dieser Einsatz – und die Zahl der Flugeinlagen – haben im Vorfeld einiges zu reden gegeben. Ich kann nicht handeln: Das wurde alles vor meiner Zeit entschieden. Das Fest selber wird für mich zu einem Parcours-Lauf. Am späteren Nachmittag zeigt mir der Bereichsleiter von Schutz und Rettung Zürich die verschiedenen Sanitätsposten innerhalb des Festgeländes und die Notunterkunft NUK, wo stark Alkoholisierte ausgenüchtert werden. Alles ist gut organisiert und die Mitarbeitenden machen mir einen sehr motivierten Eindruck. Nur: Zu diesem Zeitpunkt herrscht noch Ruhe, der grosse Ansturm folgt. Gegen Mitternacht besuche ich die NUK erneut und später die Einsatzzentrale der Polizei. Der Lärmpegel in allen Strassen ist immer noch sehr hoch. Gottseidank verläuft das Fest – trotz der grossen Hitze und des ebensolchen Durstes – friedlich. Trotzdem hat die NUK Gäste: Junge und nicht mehr ganz so junge Menschen, die total verladen, ja kaum mehr ansprechbar sind.</p>
<p>– –</p>
<p>Das sind sie wieder, meine zwei Probleme: Festhütte versus Wohnstadt. Die Veranstalten­den wollen immer mehr anbieten, länger offen haben, mehr verkaufen. Den Anwohnenden, vor allem in den Kreisen 1, 2, 4, 5 und 8, wird es mehr denn je zu viel. Ein grosses Problem ist eindeutig die Verfügbarkeit von Alkohol, und dies nicht nur bei den Jugendlichen. Die Hemmschwelle sinkt, Littering und Gewalt nehmen zu.</p>
<p>Es wird nicht einfach sein, eine Balance zu finden, aber die Grenzen der Festhütte müssen angesprochen werden: Anzahl der Anlässe, Lärm, Verfügbarkeit von Alkohol, die Sauereien auf dem öffentlichen Grund. Die Liberalisierung des Betriebs von Fernsehgeräten während der WM in den Gartenbeizen und Boulevard-Cafés ist deshalb keine Einbahnstrasse: Bei der Streetparade 2010 habe ich die Openair-Bars nicht bewilligt.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt: Rettungssanitäter und Polizisten müssen immer mehr Arbeit am Wochenende und nachts leisten. Dazu kommen die bereits erwähnten Attacken auf die Einsatzkräfte. Kein Wunder ist sowohl bei Schutz und Rettung als auch bei der Stadtpolizei eine Tendenz zu beobachten, dass die Leute immer weniger lang bereit sind, diesen &#8211; man kann es nicht anders sagen &#8211; Frontdienst zu leisten. Hier gibt es auch Handlungsbedarf!</p>
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		<item>
		<title>1. Juli 2010 &#124; Im Trüben fichen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 19:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstagmorgen. Die Geschäftsprüfungsdelegation von National- und Ständerat habe 200&#8217;000 Fichen im VBS gefunden, informiert mich der Medienbeauftragte. Darunter diejenige eines Zürcher Gemeinderates, gemeldet von der Stadtpolizei. Nun, die Glättli-Fiche ist alt­bekannt, aber 200&#8217;000 Fichen! Wie viele stammen aus Zürich? Wer hat wieder so un­glaublich unbedacht gehandelt? Bern? Oder liegt die «Bombe» hier im Haus? Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerstagmorgen. Die Geschäftsprüfungsdelegation von National- und Ständerat habe 200&#8217;000 Fichen im VBS gefunden, informiert mich der Medienbeauftragte. Darunter diejenige eines Zürcher Gemeinderates, gemeldet von der Stadtpolizei. Nun, die Glättli-Fiche ist alt­bekannt, aber 200&#8217;000 Fichen! Wie viele stammen aus Zürich? Wer hat wieder so un­glaublich unbedacht gehandelt? Bern? Oder liegt die «Bombe» hier im Haus? Was wurde ge­mel­det? Wie sehen die Meldungen aus? Ich diskutiere mit dem Stab die Lage. Dann biete ich Mitarbeitende der Abteilung «Extremismus / Personen- und Objektschutz» zu einer Aussprache auf.</p>
<p>Donnerstagmittag. Sie können plausibel darlegen, dass nur ein Bruchteil der Fichen aus Zürich stammen kann. Doch es bleiben viele Fragen zurück. Ich überlege mir, öffentlich ein Da­tenlieferungs-Moratorium zu verkünden, bis Bern seine Hausaufgaben gemacht hat. Nun weiss ich, weshalb mein Vorvorgänger und meine Vorgängerin gesagt haben, dass man als Vorsteher/in des Polizeidepartements am Morgen nie wisse, was das wichtigste Thema des Tages sein werde.</p>
<p>Freitag. Ich kontaktiere Balthasar Glättli und den Datenschutzbeauftragten und erhalte Hinweise auf weitere Fragen.</p>
<p>Wochenende. Endlich reagiert das VBS und in schneller Folge: Von Däniken wird freigestellt, sein Nachfolger räumt Fehler ein, Bundesrat Maurer ebenfalls und er will Leute anstellen, die die nötige Qualitätskontrolle und das Löschen der alten Daten endlich gesetzeskonform vornehmen. Das kommt zwar alles sehr, sehr spät, aber immerhin.</p>
<p>Montag. Es ist klar geworden, dass Bern die Verantwortung trägt. Ein öffentliches Zeichen scheint mir nun nicht mehr nötig, sondern nur effekthascherisch.</p>
<p>– –</p>
<p>Die offenen Fragen bleiben, denn ausser der Medienmitteilung erfahren wir nichts Konkretes vom VBS. Deshalb sende ich Briefe ans VBS und an den Datenschutzbeauftragten mit Fragen wie: Ab wann garantiert Bern die ordnungsgemässe Verarbeitung und Löschung der Daten? Wie steht es mit dem Einsichtsrecht der Betroffenen? Eine Antwort steht bis heute aus.</p>
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		</item>
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		<title>18. Juni 2010 &#124; The times they are a-changing</title>
		<link>http://www.danielleupi.ch/2010/06/the-times-they-are-a-changing/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 16:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>

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		<description><![CDATA[Sitzungszimmer 203 im Amtshaus I. Ich orientiere die Vertreter der vier Schiessplätze und der Schiessverbände über die Sanierungsplanung der Stadt. Ein eigenartiges Bild: Hier die gestandenen Männer, Vertreter einer urbürgerlichen Domäne, dort der Grüne Stadtrat (der aber immerhin den Militärdienst absolviert hat!). Ich muss den Herren leider mitteilen, dass das Polizeidepartement beabsichtigt, aufgrund der sinkenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sitzungszimmer 203 im Amtshaus I. Ich orientiere die Vertreter der vier Schiessplätze und der Schiessverbände über die Sanierungsplanung der Stadt. Ein eigenartiges Bild: Hier die gestandenen Männer, Vertreter einer urbürgerlichen Domäne, dort der Grüne Stadtrat (der aber immerhin den Militärdienst absolviert hat!). Ich muss den Herren leider mitteilen, dass das Polizeidepartement beabsichtigt, aufgrund der sinkenden Teilnehmerzahlen am Bundesschiessen nur einen der drei sanierungsbedürftigen Kugelfänge zu bezahlen. Gegen einen haushälterischen Umgang mit Steuergeldern lässt sich aus bürgerlicher Sicht nicht viel einwenden. Doch auf den Plätzen wird auch Vereinssport betrieben und ohne Beiträge der Stadt lassen sich die Plätze nicht unterhalten. Das schmerzt die Schiesssportler, das ist mir klar. Als einer der Vertreter zu lamentieren beginnt, Schiesssport sei ja leider eine Randsportart, wird mir bewusst, wie sehr die Zeiten seit meiner RS geändert haben.</p>
<p>P.S. Trotz der schlechten Botschaft fragt mich einer der Anwesenden, ein SVP-Politiker, einige Tage später an, ob ich auf ihrem Schiessplatz die 1.-August-Rede halten wolle. Ich bin verblüfft. Die Zeiten haben wirklich geändert. Wäre ich nicht ferienabwesend, ich hätte zugesagt.</p>
<p>– –</p>
<p>Noch ist nichts entschieden, aber das Polizeidepartement prüft, nur noch den Kugelfang im Albisgütli zu sanieren und spätestens mit dem Ablauf der Sanierungsfrist die Schiessplätze Schwamendingen und Hasenrain zu schliessen. Es verbleiben dann noch Höngg und Albisgütli. Das letzte Wort wird aber der Stadtrat haben.</p>
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