Mit meiner Frau besuche ich die Premiere des diesjährigen Openair Cinemas. In den Vorjahren habe ich mich jedes Mal genervt, dass beim Eingang dieser Veranstaltung keine Veloabstellplätze vorhanden sind – im Gegensatz zum Theaterspektakel. Als die Veranstalter im Herbst 2009 in einem PR-Schreiben gar auf ihre tolle Ökobilanz hinweisen, beschliesse ich zu handeln. Ein geplanter Brief wird Opfer des wahlkampfbedingten Zeitmangels. Doch kurz nach Amtsantritt liegt das Veranstaltungsgesuch auf meinem Tisch. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen! «Installation von 200 Veloabstellplätzen» schreibe ich als Auflage in die Bewilligung. Ich frage mich, ob die wohl auch wirklich gebraucht werden? Und wie: Als wir am Zürichhorn eintreffen, ist die Anlage komplett gefüllt. Ich kann mir ein zweites Schmunzeln nicht verkneifen. Zu Beginn der Aufführung flimmert ein cooler Werbespot des Tiefbauamtes fürs Velofahren über die Leinwand. Das ist bei diesem Publikum wohl ein bisschen Wasser-in-die-Limmat getragen, aber er löst ein drittes Schmunzeln aus. Und der Film – Le Petit Nicolas – ist dann höchst amüsant.
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In der Politik muss man oft dicke Bretter bohren. Nicht immer stellt sich der Erfolg so schnell und augenscheinlich ein wie mit den Veloabstellplätzen beim Openair-Kino. Obwohl, auch in Sachen mobile Veloabstellplätze geht die Geschichte zurück bis zu meinem Mandat an der Expo.01… Aber lassen wir das. Ausdauer schadet auf jeden Fall in der Politik nie.


